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Eine Workshopreihe zum Thema
"Wie werden wir morgen wohl reisen"

Workshop einmal anders
Die gut 30 Mitarbeiter der Service-Abteilung eines nationalen IT-Unternehmens betreten einen Konferenzraum des Stuttgarter Flughafens.
Der Auftrag
Im Frühjahr 2000 bekamen wir den Auftrag, diese Abteilung bei einem tiefgreifenden Veränderungs-
prozess zu begleiten. Im Laufe des Jahres sollte ein neuer Dienstleistungsbereich aufgebaut werden. Die Mitarbeiterzahl sollte deutlich wachsen. Eventuell würden die Arbeitsabläufe eine Teilung des Teams nötig machen. Dazu zeigten sich im Team einige Konflikte, Grüppchenbildung und ungeklärte Fragen der Arbeitsabläufe.

Service and More
Die Metapher
Wir fanden als erstes eine Metapher für die aktuelle Situation: „Wie werden wir morgen wohl reisen?“
Denn die Mitarbeiter dieser Abteilung würden bald anders „reisen“ als bisher. Wir brachten zur nächsten Managementbesprechung eine große Kiste mit Teilen einer Lego-Eisenbahn mit. Die Chefs griffen die Metapher gerne auf. So planten wir mit den Chefs in dieser Begriffswelt die nächsten Schritte. Die Eisenbahn wurde zum Leitbild für die nächsten Entwicklungs-
themen: Die Abteilung als Zug, der auf der Zeitstrecke in die Zukunft fährt. So lassen sich sowohl die vergangene „Wegstrecke“ als auch die zukünftige Trassenführung symbolisieren. Andere Akteure tauchen entlang des Weges auf: z.B. Konkurrenten mit modernen, schnellen Lokomotiven. Entscheidungen zeigen als Weichen-
stellung ihre Wirkung.

Der erste Workshop
Uns war wichtig, alle Inhalte und Workshopthemen mit der Reisemetapher zu verbinden, um so den Veränderungsprozess möglichst bildhaft zu beschreiben. Wir wollten, dass diese Bilder bei den Mitarbeitern präsent bleiben, damit im weiteren Verlauf des Veränderungsprozesses auch die Inhalte ihre Aktualität behalten.

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Der Workshop als Reise
Möglichst viele Elemente des Workshops erlebten die Teilnehmer in der „Reisewelt“. So holten die Berater die Reisegruppe in Bahnuniformen am Bundesbahnhof ab und begleiteten sie zur Abfahrt der historischen Kleinbahn. Vom Lokführerstand begrüßte in Lokführeruniform der Chef seine Mitarbeiter und schilderte die Ziele des Workshops. Dann ging es gemeinsam in gemächlichem Tempo zum eigentlichen Veranstaltungsort – dem kleinen Landbahnhof.
Um den Unterschied von bisheriger Arbeitswelt und kommenden Anforderungen an die Mitarbeiter deutlich zu machen, erlebten die Mitarbeiter hier zwei Epochen: die Zeit der Dampfeisenbahn und das moderne Kommunikationszeitalter mit neuen Medien und virtuellen Reisemöglichkeiten.

Der geeignete Veranstaltungsort
Nach intensiven Recherchen fanden wir eine historische Kleinbahnlinie, zu der ein ebenso kleines Bahnhofs-
gebäude inmitten von Felder gehört, dass für unsere Teilnehmerzahl gerade ausreichend war.

Der Pre-Event zur Einstimmung
Damit die Teilnehmer ohne lange Anwärmphase während des Workshops in die Diskussionen einsteigen konnten, wurden sie schon vorher auf die Themen eingestimmt und die persönliche Auseinander-
setzung mit der Veränderung angeregt. Drei kurze Video-Spots im Stil eines TV-Reisemagazins machten Geschmack auf die Workshop-Reise und lieferten die wichtigsten Rahmeninformationen. Die TV-Moderatoren stellten den Mitarbeitern verschiedene Fragen zur Zukunft ihrer Abteilung, die während des Workshops weiter behandelt wurden.

Internetkommunikation
Das Internet ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit der Teilnehmer. Deshalb gaben wir bei einem Internetdesigner ein virtuelles Diskussionsforum in Auftrag und stellten es den Mitarbeitern beim Workshop vor. Über dieses Medium sollte im weiteren Verände-
rungsprozess eine ständige Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Führungskräften und Beratern zu den anstehenden Themen ermöglicht werden. Auf diesem Weg erhielten die Mitarbeiter aktuelle Informationen. Offene Fragen wurden hier diskutiert und die Verbindung zu den Beratern wurde gehalten, auch wenn diese gerade nicht vor Ort waren. Die für das Diskussions-
forum neu eröffnete homepage sahen die Mitarbeiter live am Ende des Workshops.



Der zweite Workshop
Ein gutes halbes Jahr später hatte sich die Welt dieser Abteilung schon ein großes Stück weiter bewegt. Die Rahmenbedingungen der weiteren Reise war nun klarer. In der Zwischenzeit hatten Beratungen, kleinere Moderationen und Coachings in der Abteilung statt gefunden, die auch mit den Reiserequisiten gestaltet worden waren.

Jetzt sollten die konkreten Auswirkungen auf die Organisation und die einzelnen Arbeitsabläufe diskutiert und festgelegt werden.


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Der Veranstaltungsort
Das Konferenzzentrum des Stuttgarter Flughafens war ein passender Veranstaltungsort, weil hier der Wechsel in die neue Organisationsform symbolisch erlebt werden konnte: In der Metapher wechselten wir hier also das Verkehrsmittel und bestiegen während des Workshops das neue Flugzeug.

Reisestationen
Die einzelnen Elemente des Workshops waren die Stationen einer Flugreise. Auch die Raumgestaltung war auf die Kulisse abgestimmt: Bilder von Flugzeugen und Flughäfen hingen an den Wänden, die Namensschilder waren mit Flieger-Logo versehen und statt eines üblichen Tagesablaufes erschienen die Tages-
ordnungspunkte als Timetable eines Flughafen.

Dann luden die Berater die Teilnehmer zum Flug in einem Playmobil-Flugzeug ein, dass inmitten der Teilnehmer auf den Start wartete. Mit diesem Flieger machte die Reisegruppe nun einen „Rundflug“ über die Ereignisse der letzten Monate. Bis dahin hatte ein großes Tuch eine vielfältige Miniaturlandschaft verdeckt. Wichtige Entscheidungen und Ereignisse wurden in dieser Landschaft dargestellt. Aus der Vogelperspektive wurde nun die Ereignislandschaft chronologisch abgeflogen. Am Ende des Fluges standen die neu zu bearbeitenden Themen zur Diskussion.